Gemüsemarkt Derb El Azbezt/Rahba Kedima

Nicht umsonst sind die Menschen in Marokko beliebte Motive zum Fotografieren:

es finden sich wunderschöne Menschen mit ausdrucksstarken Gesichtern voll der Würde des Alters, junge Mädchen in wunderbar bunten und lebensfrohen Röcken und Tüchern, geschickte Handwerker, die mit viel Hingabe Tätigkeiten nachgehen, die bei uns schon längst vergessen sind.

In Marrakesch, wohin besonders viele Touristen reisen, ist das Verhältnis zum Fotografieren ein zwiespältiges: während die einen es aus religiösen Gründen kategorisch ablehnen, verdienen die anderen ihren Lebensunterhalt damit.

Grundsätzlich sollten Sie jeden vorher fragen, ob Sie ihn (oder sie) fotografieren dürfen und auch darauf gefaßt sein, dass ein Obolus dafür verlangt wird. Streng Gläubige werden sich dem Bilderverbot des Islams verpflichtet fühlen und sich in jedem Fall nicht fotografieren lassen. Frauen sind oft nicht glücklich, im Zentrum des Interesses zu stehen, und fühlen sich auch nicht ausreichend hübsch zurecht gemacht um einem Foto zustimmen zu können.

Der Zähneausreißer und die Wasserverkäufer auf dem Platz dagegen verdienen ihr Geld nicht mehr mit dem Ausreißen von Zähnen oder dem Verkauf von Trinkwasser, sondern überwiegend von den Bildern, die von ihnen gemacht werden. Wer sie oder andere auf dem Platz fotografiert, sollte auch bereit sein, für diesen Dienst 10 Dirham zu zahlen.

Absolute Vorsicht ist geboten bei allem Offiziellen:

Militärische Anlagen zu fotografieren ist verboten. Das Fotografieren von Polizisten, dem Königspalast und dunklen Limousinenkolonnen ist nicht empfehlenswert.